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Moldau: Beziehungen zu Deutschland

10.04.2019 - Artikel

Politik

Die politischen Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland sind freundschaftlich und haben sich in den vergangenen Jahren verstetigt. Im August 2012 besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Republik Moldau. Bundesminister Steinmeier und sein französischer Amtskollege Fabius reisten im April 2014 nach Moldau. Am 25. und 26. Juli 2016 besuchte Bundesminister Steinmeier in seiner Funktion als amtierender OSZE-Vorsitzender Moldau.

Auf dem von der Republik Moldau angestrebten Weg nach Europa wird Deutschland als wichtiger Partner bei der Modernisierung des Landes geschätzt. Das gilt auch für die deutsche Unterstützung des Verhandlungsprozesses zur Überwindung des Transnistrien-Konfliktes.

Die deutschen politischen Stiftungen und die Deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit (IRZ) unterstützen den Transformationsprozess und politischen Dialog in Moldau. Das Internationale Parlamentsstipendium des Bundestages wird jährlich von jungen Moldauerinnen und Moldauern genutzt.

Wirtschaft

Die Bundesrepublik Deutschland ist einer der wichtigsten Außenhandelspartner der Republik Moldau. Bei den Importen in die Republik Moldau stand Deutschland 2018 an fünfter Stelle und bei deren Exporten an dritter Stelle. Es gibt wichtige Direktinvestitionen deutscher Firmen im Land, etwa in der Automobilzulieferindustrie. Das Abkommen über eine vertiefte und umfassende Freihandelszone (DCFTA) und die von der EU zur Abfederung der russischen Handelsrestriktionen beschlossenen zusätzlichen Liberalisierungen wirken sich positiv auf die Wirtschaft aus: Die Exporte in die EU sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 17% und die Importe um 19% gestiegen.

Entwicklungszusammenarbeit

Im Bereich der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit arbeitet die Bundesregierung seit 1992 mit der Republik Moldau zusammen. Insgesamt hat Deutschland in dieser Zeit über 133 Mio. Euro für die bilaterale Zusammenarbeit mit der Republik Moldau bereitgestellt. Die letzten Regierungsgespräche über Entwicklungszusammenarbeit fanden im April 2017 statt. Dabei sagte die Bundesregierung der moldauischen Regierung zusätzliche 14 Mio. Euro für bilaterale Entwicklungsmaßnahmen zu. Die Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit sind „Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung und Dezentralisierung“ sowie die Förderung einer „Nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung“ und sind mit den EU Mitgliedstaaten sowie der Schweiz im Rahmen des Joint Programming abgestimmt.

Kultur und Bildung

Die deutsch-moldauischen Kulturbeziehungen haben sich in den vergangenen Jahren weiter intensiviert. In der Republik Moldau sind sowohl der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) als auch die Zentralstelle für Auslandsschulen (ZfA)  mit Vertretern vor Ort tätig. Die Beziehungen werden durch den Einsatz von Lehr- und Lernmitteln zur Förderung der deutschen Sprache, DAAD-Stipendien, Lehrerfortbildungen in Deutschland und den Wissenschaftleraustausch in Zusammenarbeit mit der Alexander von Humboldt-Stiftung belebt. Das Goethe-Institut unterhält einen Deutschen Lesesaal in der Stadtbibliothek, der Anlaufstelle für Deutschlerner und –lehrer sowie interessierter Besucher ist. Das Sprach- und Kulturzentrum „Akzente“ ist offizieller Partner des Goethe-Instituts. Fünf moldauische Schulen sind Teil des Programms „PASCH – Schulen, Partner der Zukunft“. An einer von ihnen kann das Deutsche Sprachdiplom abgelegt werden.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Landschaft an Dnjestr
Landschaft an Dnjestr © picture alliance

Deutsche Botschaft Chisinau

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